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Flagge gegen drohenden Sozialabbau gezeigt

1. Mai 2026

Es war laut, es war bunt, es war kämpferisch – unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ haben sich am 1. Mai in diesem Jahr deutschlandweit rund 365.000, davon auffällig viele junge Menschen, an insgesamt 413 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt. Mittendrin die Vorsitzenden der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Guido Zeitler in Hamburg und Claudia Tiedge in Hannover.

Über 10.000 Teilnehmende in Hamburg

Die größte Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fand in Hamburg statt. Am Freitagvormittag versammelten sich über 10.000 Menschen am S-Bahnhof Ottensen. Sie zogen zum Fischmarkt weiter, wo es am Mittag eine Kundgebung gab. 

NGG-Vorsitzender Guido Zeitler zeigte sich als Hauptredner kämpferisch: „Ja zu Reformen – aber sie müssen gerecht sein. Wir brauchen eine starke Rente und ein Gesundheitssystem, das den Menschen dient, nicht den Renditen. Wirtschaftlicher Erfolg auf dem Rücken der Beschäftigten ist inakzeptabel. In Deutschland wird genug gearbeitet. Der von uns Gewerkschaften erkämpfte 8-Stunden-Tag muss bleiben. Und eines ist klar: Versprochene Investitionen müssen endlich kommen – in Infrastruktur, Bildung und bezahlbaren Wohnraum.“

Proteste gegen Angriffe auf den Sozialstaat

8.500 Demonstrierende in Hannover

Zur Kundgebung in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover kamen über den Tag verteilt ca. 8.500 Teilnehmende. 

Claudia Tiedge, stellvertretende NGG-Vorsitzende, fand in ihrer Rede in Hannover klare Worte gegen drohenden Arbeitsplatzabbau und gegen die zunehmende Tarifflucht der Arbeitgeber: „Wir nehmen nicht hin, dass Beschäftigte wie bei Reemtsma zu Sündenböcken gemacht werden. Wir nehmen nicht hin, dass Konzerne wie Continental Standorte schließen und sich aus der Verantwortung stehlen. Wir nehmen nicht hin, dass Tarifflucht und Union Busting weiter um sich greifen. Unsere Antwort heißt Solidarität. Unsere Antwort heißt Organisation. Unsere Antwort heißt Gewerkschaft.“

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