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NGG kritisiert angekündigtes Produktionsaus

Hofbrauhaus Wolters
Parilov - shutterstock.com

Die Gewerkschaft NGG Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz reagiert mit großer Bestürzung auf die Ankündigung, die Produktion der Hofbrauhaus Wolters GmbH zum 31. Dezember 2026 einzustellen. Für die rund 90 Beschäftigten, ihre Familien und den Industriestandort Braunschweig sei dies ein schwerer Schlag.

Besonders kritisch sieht NGG den kurzen Zeitraum zwischen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung am 1. September und der nun angekündigten Stilllegung. Mit der Eigenverwaltung sei die Erwartung verbunden gewesen, alle Möglichkeiten für eine Fortführung der Brauerei zu prüfen und auszuschöpfen. „Wenn innerhalb weniger Wochen aus einer Sanierungsperspektive eine Stilllegungsabsicht wird, muss die Frage erlaubt sein, was sich in dieser kurzen Zeit grundlegend verändert hat“, erklärt NGG-Geschäftsführerin Katja Derer.

Offen bleibt zudem, wie es mit der Marke Wolters weitergeht. Die angedeutete Möglichkeit einer Fortführung der Marke zeigt aus Sicht der NGG, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Ebenso müsse geklärt werden, wie die Zukunft des Brauereigrundstücks an der Böcklerstraße aussieht. Für Braunschweig bedeutet die angekündigte Stilllegung nach der Schließung der Oettinger-Brauerei im Frühjahr 2026 den Verlust weiterer gut bezahlter und mitbestimmter Industriearbeitsplätze. Insgesamt gingen damit innerhalb eines Jahres 220 Arbeitsplätze im NGG-Bereich verloren.

Im Mittelpunkt stehen für NGG jetzt die Beschäftigten

Die NGG wird den weiteren Prozess kritisch begleiten und die Interessen und Rechte der Belegschaft gemeinsam mit dem Betriebsrat konsequent vertreten. Der besondere Dank der NGG gilt dabei dem Betriebsrat, der die Beschäftigten in den vergangenen Wochen unter enormem Druck vertreten hat.

„Die Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht die Leidtragenden von Entscheidungen werden, auf die sie keinen Einfluss hatten“, betont Derer. NGG werde deshalb auch in den kommenden Wochen eng an der Seite des Betriebsrats und der Beschäftigten stehen.

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