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Erstmals Streik bei Kölln Flocken
Mit dem Traditionsunternehmen Peter Kölln in Elmshorn hat die NGG viele Jahrzehnte lang gute Tarifkompromisse für die Beschäftigten ausgehandelt. Dieses Mal ist es anders: In der zweiten Tarifverhandlung hat der Arbeitgeber einen Zwei-Jahresabschluss mit je zwei Prozent für 2026 und 2027 angeboten. Die NGG fordert eine Erhöhung von 5,8 Prozent für zwölf Monate. Um dem Nachdruck zu verleihen, traten die Beschäftigten am Montag unter dem Motto "Blütenzart und kampfbereit – jetzt wird Peter Kölln bestreikt!“ in einen mehrstündigen Streik, dem ersten in der mehr als 200-jährigen Firmengeschichte. Sarah Witte, NGG-Verhandlungsführerin: „Der Streik bei Peter Kölln ist notwendig, weil der Arbeitgeber noch nicht einmal bereit ist, die Inflation auszugleichen. Dieses Angebot würde Reallohnverlust für dieses und für nächstes Jahr bedeuten. Gerade bei einem traditionsreichen familiengeführten Unternehmen kann es nicht sein, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen nur von den Beschäftigten getragen werden. Wir fordern den Arbeitgeber auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen." Auch in der dritten Verhandlungsrunde am 10. September konnte keine Einigung erreicht werden.