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Streikwelle gegen Rolle rückwärts
Seit Donnerstag Nacht rollt eine Warnstreikwelle durch Bayern! Allein in Oberbayern haben sich die Beschäftigten von drei Molkereien und einer Käserei zu einem zentralen "Milch-Protest-Zug" durch Wasserburg zusammengetan (siehe Foto). Sie protestieren damit gegen die "Rolle rückwärts" der Arbeitgeber bei der dritten Tarifverhandlung für die rund 19.000 Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft: Am 14. Juli hatten diese ihr zuletzt vorgelegtes Angebot zurückgezogen. Damit sind die zuvor angebotenen zwei Entlastungstage wieder vom Tisch. Das bedeutet einen deutlichen Rückschritt in den Verhandlungen. Aktuell bieten die Arbeitgeber eine Erhöhung der Löhne und Ausbildungsvergütungen um 2,1 Prozent an, bei einer Laufzeit von 13 Monaten. Die Übernahme der Fahrtkosten zur Berufsschule für die Azubis wollen sie nicht anpassen.
Mustafa Öz, Vorsitzender des NGG-Landesbezirks Bayern: "Das ist nicht nur eine Rolle rückwärts. Das ist auch eine Provokation und knallharte Kampfansage. Die wichtigste Währung am Tariftisch ist gegenseitiges Vertrauen. Genau das hat der Arbeitgeberverband jetzt aber aufs Spiel gesetzt. Es wird der heftigste ‚Milch-Warnstreik‘ werden, den Bayern bislang erlebt hat." Die NGG fordere ein Lohn-Plus von 4,1 Prozent für ein Jahr. Azubis sollen 80 Euro pro Monat mehr bekommen. Eine weitere Forderung: Beschäftigte sollen künftig eine zusätzliche 'Zahlung' im Wert von fünf Arbeitstagen zur flexiblen Nutzung erhalten.